`:top
Die `!Geburtskirche`! (`F33f`_`[griechisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Neugriechische_Sprache]`_`f Βασιλική της Γεννήσεως, `F33f`_`[arabisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Arabische_Sprache]`_`f كنيسة المهد, `F33f`_`[DMG`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=DIN_31635]`_`f `*Kanīsat al-Mahd`*, `F33f`_`[armenisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Armenische_Sprache]`_`f Սուրբ Ծննդյան տաճար, `F33f`_`[hebräisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hebräische_Sprache]`_`f כנסיית המולד) ist die Kirche in `F33f`_`[Bethlehem`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bethlehem]`_`f, die über der vermuteten Geburtsstätte `F33f`_`[Jesu Christi`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Jesus_von_Nazareth]`_`f errichtet wurde. Die Geburtskirche gehört zu den wenigen Beispielen vollkommen erhaltener `F33f`_`[frühchristlicher Kirchenbauten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Frühchristliche_Baukunst]`_`f.
>>Contents
• `F0af`_`[Geschichte der Geburtskirche`#geschichte-der-geburtskirche]`_`f
• `F0af`_`[4. bis 7. Jahrhundert`#4-bis-7-jahrhundert]`_`f
• `F0af`_`[Mittelalter`#mittelalter]`_`f
• `F0af`_`[Osmanische Zeit`#osmanische-zeit]`_`f
• `F0af`_`[20. und 21. Jahrhundert`#20-und-21-jahrhundert]`_`f
• `F0af`_`[Architektur der heutigen Geburtskirche`#architektur-der-heutigen-geburtskirche]`_`f
• `F0af`_`[Römisch-katholische Katharinenkirche`#r-misch-katholische-katharinenkirche]`_`f
• `F0af`_`[Weihnachtszeremoniell`#weihnachtszeremoniell]`_`f
• `F0af`_`[Fund einer Mittelalter-Orgel`#fund-einer-mittelalter-orgel]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f
-─
>>Geschichte der Geburtskirche
>>>4. bis 7. Jahrhundert
Die Höhle, die die Christen als Geburtsstätte Jesu ansehen, wurde ab dem 2. Jahrhundert verehrt. `F33f`_`[Kaiser Hadrian`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hadrian_(Kaiser)]`_`f errichtete angeblich 135 ein `F33f`_`[Adonisheiligtum`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Adonis]`_`f über ihr, wahrscheinlich auch, um damit die Jesusverehrung wieder zu unterbinden. `F33f`_`[Kaiser Konstantin der Große`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Konstantin_der_Große]`_`f und seine Mutter `F33f`_`[Helena`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Flavia_Iulia_Helena_Augusta]`_`f ließen an der Geburtsstätte eine Memorialkirche mit reichen Mosaikböden errichten, die sie noch vor 335 Jesus Christus weihten. Der Bau war eine fünf`F33f`_`[schiffige`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kirchenschiff]`_`f, 27 Meter lange `F33f`_`[Basilika`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Basilika_(Bautyp)]`_`f mit einem westlich vorgelagerten Atrium und einer polygonalen `F33f`_`[Apsis`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Apsis]`_`f im Osten. Die Apsis war 17 Meter breit und hatte in der Mitte eine vier Meter breite Öffnung, die Einblick in die Geburtsgrotte gewährte.`:cite-ref-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-1]`_`f]
386 ließ sich `F33f`_`[Hieronymus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hieronymus_(Kirchenvater)]`_`f in Bethlehem nieder, wo er seine lateinische Bibelübersetzung `F33f`_`[Vulgata`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Vulgata]`_`f vollendete; in seinem umfangreichen Werk berichtet er wiederholt von der Geburtsgrotte, so z. B. in seinem 46. Brief, Kap. 11,3: „Hier in einer kleinen Erdspalte wurde der Schöpfer des Himmels geboren“ (`*Ecce in hoc parvo terrae foramine caelorum conditor natus est`*).
Die konstantinische Basilika wurde in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts mit einem westlichen `F33f`_`[Narthex`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Narthex]`_`f vollständig neu erbaut, wie der vollständig erhaltene Baudekor an `F33f`_`[Kapitellen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kapitell]`_`f und `F33f`_`[Architraven`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Architrav]`_`f zeigt; der Grund – möglicherweise ein Brand oder ein Erdbeben – ist nicht überliefert. Gegen einen Neubau unter Kaiser `F33f`_`[Justinian I.`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Justinian_I.]`_`f im 6. Jahrhundert spricht der Baudekor des 5. Jahrhunderts, und es liegen auch keine Quellen für eine Bautätigkeit seinerseits in Bethlehem vor. Wesentliche Änderungen waren das Abdecken des Mosaikbodens mit Steinplatten, die Vergrößerung des Ostabschlusses mit drei `F33f`_`[Apsiden`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Apsis]`_`f und ein doppelter Treppenabgang zur Grotte, sodass nun die Pilger bis unmittelbar an die Geburtsstätte gelangen konnten.
Während andere Kirchenbauten 614 von den gegen das `F33f`_`[Byzantinische Reich`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Byzantinisches_Reich]`_`f vorrückenden Persern beschädigt wurden, blieb diese Kirche verschont, womöglich weil die Perser auf den dortigen Mosaiken ihre Landsleute durch die skythische/`F33f`_`[phrygische Mütze`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Phrygische_Mütze]`_`f erkannten; sie ist somit die älteste erhaltene und ununterbrochen genutzte Kirche im Heiligen Land. Vermutet wird, dass ein Relief über dem Eingangstor, das die Heiligen Drei Könige in orientalischer Kleidung darstellte, der Grund dafür war.
>>>Mittelalter
Die `F33f`_`[Kreuzfahrer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kreuzzug]`_`f restaurierten die Kirche von Grund auf (1161–1169). Im 12. Jahrhundert wurde die weltweit älteste erhaltene `F33f`_`[Orgel in der Geburtskirche`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Orgel_der_Geburtskirche_(12._Jahrhundert)]`_`f aufgebaut, sie wurde im 13. Jahrhundert angesichts des Vormarsches der `F33f`_`[Mamluken`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mamluken]`_`f auf die Stadt abgebaut und versteckt.`:cite-ref-2[`F5bf`_`[2`#cite-note-2]`_`f] Im Unterschied zu anderen Kirchen in Palästina, die sie zerstörten,`:cite-ref-3[`F5bf`_`[3`#cite-note-3]`_`f] ließen die Mamluken die Geburtskirche stehen.
>>>Osmanische Zeit
Unter den Türken, die die Marmorverkleidung abmontierten, verfiel die Kirche zunehmend. 1670 begann die `F33f`_`[griechisch-orthodoxe Kirche`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Griechisches_Patriarchat_von_Jerusalem]`_`f, die Kirche zu renovieren. Am mutmaßlichen Geburtsort in der Geburtsgrotte wurde exakt auf der Mittelachse der Basilika im Jahr 1717 von der `F33f`_`[römisch-katholischen Kirche`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Katholische_Kirche]`_`f ein silberner Stern mit der lateinischen Inschrift `*Hic de virgine Maria Jesus Christus natus est ‚Hier wurde von der Jungfrau Maria Jesus Christus geboren‘`* angebracht. Seine 14 Zacken symbolisieren die 14 `F33f`_`[Geschlechter`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Geschlecht_(Genealogie)]`_`f im `F33f`_`[Stammbaum Jesu`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Stammbaum_Jesu]`_`f (`F33f`_`[Mt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Evangelium_nach_Matthäus]`_`f 1,1–17 ). Die Inschrift nimmt dabei Bezug auf `F33f`_`[Mt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Evangelium_nach_Matthäus]`_`f 1,16 .
In der Folge kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Konfessionen über die Verwendung des Gebäudes, sodass die `F33f`_`[Hohe Pforte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hohe_Pforte]`_`f 1757 eine Regelung festsetzen musste. Der zufolge gehören der Hauptaltar und die rechten Seitenaltäre den Griechen, zwei Seitenaltäre links den Armeniern. Den römischen Katholiken (`F33f`_`[Lateiner`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lateinische_Kirche]`_`f) blieben neben dem Dreikönigsaltar und dem Stern unter dem Geburtsaltar nur die Hieronymus-Grotten und der Platz links von der Kirche, wo sie sich eine eigene Kirche bauen durften.
Nachdem der silberne Stern in der Geburtsgrotte 1847 entfernt worden war, wurde er zwar 1852 von `F33f`_`[Sultan`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sultan]`_`f `F33f`_`[Abdülmecid I.`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Abdülmecid_I.]`_`f wieder neu gestiftet, doch führte unter anderem dieser Vorfall zum Ausbruch des `F33f`_`[Krimkriegs`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Krimkrieg]`_`f.
>>>20. und 21. Jahrhundert
Nach starker Beschädigung durch ein Erdbeben (1927) ließen die `F33f`_`[britische Mandatsverwaltung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Völkerbundsmandat_für_Palästina]`_`f und später die `F33f`_`[Franziskaner`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Franziskanische_Orden]`_`f Ausgrabungen und Restaurierungen durchführen.
Während der `F33f`_`[Zweiten Intifada`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Zweite_Intifada]`_`f kam es im April 2002 in der sogenannten „`F33f`_`[Operation Schutzschild`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Operation_Schutzschild]`_`f“ zu einer 39 Tage dauernden Belagerung der Anlage durch `F33f`_`[israelisches Militär`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Israelische_Streitkräfte]`_`f. 40 bewaffnete palästinensische Kämpfer hatten sich in die Geburtskirche geflüchtet und dort verschanzt. Außerdem waren ca. 160 weitere Personen (darunter 60 Priester, Mönche und Nonnen) auf dem Kirchenkomplex eingeschlossen. Durch die Feuerwechsel wurden einige Fenster zerstört; größere Schäden trugen nur die angrenzenden Gebäude davon. Die Vertreter der christlichen Kirchen verweigerten eine Bestattung der beiden erschossenen Palästinenser im Kirchenkomplex aus Angst, dass Muslime dies später als Grund verwenden könnten, hier einen Verehrungsplatz einrichten zu wollen.`:cite-ref-4[`F5bf`_`[4`#cite-note-4]`_`f]
Auch in neuerer Zeit gibt es, wie in der `F33f`_`[Grabeskirche`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Grabeskirche]`_`f, immer wieder Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Konfessionen über die Nutzung der Kirche. So kam es Ende Dezember 2007 und 2011 beim traditionellen Kirchenputz für das orthodoxe Weihnachtsfest zu Raufereien zwischen armenisch- und griechisch-orthodoxen Priestern, die von der Polizei aufgelöst werden mussten. Eine notwendige Dachrenovierung scheiterte jahrelang an der Frage nach der Aufteilung der Finanzierung`:cite-ref-5[`F5bf`_`[5`#cite-note-5]`_`f], wurde aber 2013 zusammen mit weiteren Restaurierungsarbeiten begonnen.`:cite-ref-6[`F5bf`_`[6`#cite-note-6]`_`f] Diese waren 2020 weitestgehend abgeschlossen.`:cite-ref-7[`F5bf`_`[7`#cite-note-7]`_`f]`:cite-ref-8[`F5bf`_`[8`#cite-note-8]`_`f]
Der ganze Kirchenkomplex mitsamt dem zu ihm führenden historischen Pilgerweg wurde vom `F33f`_`[Welterbekomitee`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Welterbekomitee]`_`f auf seiner 36. Sitzung am 29. Juni 2012 unter der Bezeichnung `F33f`_`[Geburtsstätte Jesu Christi: Geburtskirche und Pilgerweg, Bethlehem`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Geburtsstätte_Jesu_Christi:_Geburtskirche_und_Pilgerweg,_Bethlehem]`_`f als erster Standort in Palästina in das `F33f`_`[UNESCO-Welterbe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=UNESCO-Welterbe]`_`f aufgenommen.`:cite-ref-9[`F5bf`_`[9`#cite-note-9]`_`f]`:cite-ref-10[`F5bf`_`[10`#cite-note-10]`_`f] Gleichzeitig wurde er in die `F33f`_`[Liste des gefährdeten Welterbes`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Liste_des_gefährdeten_Welterbes]`_`f eingetragen.`:cite-ref-11[`F5bf`_`[11`#cite-note-11]`_`f] Auf Grund der zwischenzeitlich durchgeführten Restaurierungsarbeiten wurde auf der Sitzung des Welterbekomitees im Jahr 2019 entschieden, die Stätte von der Liste zu streichen.`:cite-ref-12[`F5bf`_`[12`#cite-note-12]`_`f]
>>Architektur der heutigen Geburtskirche
Die jetzige Geburtskirche ist eine fünfschiffige Kirche mit einem `F33f`_`[Narthex`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Narthex]`_`f. An die Stelle des einfachen Chorabschlusses ist ein `F33f`_`[Drei-Konchen-Chor`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Drei-Konchen-Chor]`_`f mit `F33f`_`[Querschiff`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Querschiff]`_`f und quadratischer `F33f`_`[Vierung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Vierung]`_`f getreten. Die `F33f`_`[Basilika`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Basilika_(Bautyp)]`_`f hat einen offenen Dachstuhl. Nur die drei `F33f`_`[Konchen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Konche_(Architektur)]`_`f sind gewölbt; die Mauern der Konchen sind deshalb dicker als im Schiff.
Die Säulen sind nicht aus Marmor, sondern aus einem rötlichen, in Palästina gebrochenen `F33f`_`[dolomitischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dolomit_(Gestein)]`_`f Gestein.
Im Mittelschiff und in der nördlichen Chorpartie befinden sich unter dem jetzigen Fußboden Reste von `F33f`_`[Bodenmosaiken`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mosaik]`_`f aus dem 4. Jahrhundert, die mit Holzdeckeln geschützt sind. An den Wänden des Schiffes sind Mosaiken der `F33f`_`[Kreuzfahrerzeit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kreuzzug]`_`f (Mitte 12. Jh.) zu sehen, welche `F33f`_`[Konzilien`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Konzil]`_`f darstellen: auf der Südwand `F33f`_`[sieben ökumenische Konzilien`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ökumenisches_Konzil]`_`f (Nicaea 325, Konstantinopel 381, Ephesus 431, Chalcedon 451, Konstantinopel 553 und 680 sowie Nicaea 787), auf der Nordwand sechs Provinzialkonzilien (Carthago, Laodicea, Gangara, Serdica, Antiochia, Ancyra). Im Nordschiff finden sich Mosaiken, die Szenen des ungläubigen `F33f`_`[Thomas`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Thomas_(Apostel)]`_`f und der `F33f`_`[Himmelfahrt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Christi_Himmelfahrt]`_`f Christi zeigen. An 33 Säulen im `F33f`_`[Langhaus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Langhaus_(Kirche)]`_`f haben sich Malereien erhalten. Auf der rechten Seite gelangt man über eine Tür zum Kloster der Griechisch-Orthodoxen, auf der linken Seite gibt es zwei Verbindungstüren zur römisch-katholischen Katharinenkirche bzw. dem Kreuzgang davor. Über zwei schmale Treppen gelangt man in die Geburtsgrotte, in der die Geburtsstelle unter dem Geburtsaltar gezeigt wird, bezeichnet mit einem Silberstern, auf dem die lateinische Inschrift steht `*Hic de Virgine Maria Jesus Christus Natus Est`* ‚(Hier wurde Jesus Christus von der Jungfrau Maria geboren)‘. Rechts davon befindet sich jener Platz, an dem die `F33f`_`[Krippe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Raufe]`_`f gestanden haben soll.
>>Römisch-katholische Katharinenkirche
→
Hauptartikel
:
Katharinenkirche (Bethlehem)
Unmittelbar nördlich der Geburtskirche befindet sich die Katharinenkirche, die von der Nordkonche der Geburtskirche aus betreten werden kann. Vom südlichen Seitenschiff der Katharinenkirche aus lässt sich das Grottensystem betreten.
>>Weihnachtszeremoniell
Am Mittag des Heiligen Abends (24. Dezember) reist der `F33f`_`[Lateinische Patriarch von Jerusalem`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lateinischer_Patriarch_von_Jerusalem]`_`f mit dem Auto nach Bethlehem. An der Stadtgrenze (jetzt nach der `F33f`_`[Trennmauer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Israelische_Sperranlagen_(Westjordanland)]`_`f) wird der `F33f`_`[Konvoi`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Eskorte]`_`f von berittenen Polizisten und `F33f`_`[Pfadfindergruppen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pfadfinder]`_`f mit Dudelsackmusik empfangen. Der Zug zieht hinauf zum `F33f`_`[Krippenplatz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Krippenplatz]`_`f. Dort wird der Patriarch von den Franziskanern und örtlichen Würdenträgern empfangen, zieht in die Geburtskirche und von dort in die Katharinenkirche ein. Er zelebriert die `F33f`_`[Christmette`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Christmette]`_`f und das `F33f`_`[Hochamt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hochamt]`_`f am Christtag (25. Dezember) in der Katharinenkirche und kehrt dann nach Jerusalem zurück. Die Mette findet also nicht in der Geburtskirche selbst statt. Nach der Christmette zieht der Patriarch mit den `F33f`_`[Konzelebranten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Konzelebrant]`_`f und dem Altardienst in einer Prozession durch die Geburtskirche zur Geburtsgrotte. Ähnlich feierlich wird das `F33f`_`[Epiphanie-Fest`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Erscheinung_des_Herrn]`_`f (6. Januar) begangen, allerdings steht der `F33f`_`[Kustos`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kustodie_des_Heiligen_Landes]`_`f der Franziskaner diesen Feiern vor.
Ähnliches geschieht am 6. und 7. Januar, an dem die orthodoxen Kirchen Weihnachten feiern (24. und 25. Dezember nach dem `F33f`_`[Julianischen Kalender`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Julianischer_Kalender]`_`f) durch den `F33f`_`[Griechischen Patriarchen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Liste_der_griechisch-orthodoxen_Patriarchen_von_Jerusalem]`_`f. Er feiert allerdings die Messe in der Geburtskirche. Der `F33f`_`[Armenische Patriarch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Patriarchat_von_Jerusalem_der_Armenischen_Apostolischen_Kirche]`_`f feiert – in kleinerem Rahmen – ebenfalls in der Geburtskirche, jedoch am 5./6. Januar des Julianischen Kalenders, also nochmals 12 Tage später (18./19. Januar).
Siehe auch
:
Feier der Geburt Jesu in Bethlehem (4. Jahrhundert)
>>Fund einer Mittelalter-Orgel
→
Hauptartikel
:
Orgel der Geburtskirche (12. Jahrhundert)
Unweit der Geburtskirche wurde im Jahre 1906 Pfeifenmaterial einer mittelalterlichen `F33f`_`[Orgel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Orgel]`_`f aus dem 12. Jahrhundert gefunden. Es handelt sich um 222 Kupfer-Pfeifen und ein Glockenspiel, zufällig entdeckt bei Erdarbeiten zum Bau einer Pilgerherberge. Die Pfeifen wurden im Mittelalter anscheinend sehr sorgfältig am Fundort eingelagert. Es wird angenommen, dass das Instrument im 12. Jahrhundert in `F33f`_`[Frankreich`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Frankreich]`_`f gebaut worden war, und im 12. Jahrhundert von Kreuzfahrern nach Bethlehem gebracht wurde.
Der spanische Musikwissenschaftler David Catalunya hat den Auftrag, die Pfeifen zu reinigen und wieder erklingen zu lassen. Derzeit befinden sich die Pfeifen auf einer neuen Windlade in einem Kloster in der Altstadt von Jerusalem und soll später in dem Franziskaner-Museum im Heiligen Land ausgestellt werden.`:cite-ref-13[`F5bf`_`[13`#cite-note-13]`_`f]
>>Literatur
• `F33f`_`[Ute Verstegen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ute_Verstegen]`_`f: `*Die architektonische Inszenierung der christlichen Erinnerungsorte im Heiligen Land – Architektursemantische Betrachtungen zu einem konstantinischen Innovationskonzept.`* In: `*`F33f`_`[INSITU. Zeitschrift für Architekturgeschichte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=INSITU_(Zeitschrift)]`_`f.`* 7 (2/2015), S. 151–170, hier S. 155 f.
>>Weblinks
Commons
: Church of the Nativity
– Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Commons
: St. Katharinenkirche (Bethlehem)
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
>>Einzelnachweise
`:cite-note-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-1]`_`f Verstegen: `*Die architektonische Inszenierung.`* S. 155 f.
`:cite-note-2`!2.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-2]`_`f `*Älteste Orgel der Welt soll wieder in Geburtskirche aufgebaut werden`* (`F33f`_`[Memento`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Webarchivierung]`_`f vom 26. Juli 2021 im `*`F33f`_`[Internet Archive`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Internet_Archive]`_`f`*), Deutschlandfunk, 26. Juli 2021.
`:cite-note-3`!3.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-3]`_`f Haïm Z'ew Hirschberg: `*Mamluk Period`*. In: `*History until 1880`* (Reihe `*Israel Pocket Library`*). Keter Books, Jerusalem 1973, S. 201.
`:cite-note-4`!4.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-4]`_`f Vgl. `*`F33f`_`[Welt und Umwelt der Bibel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Welt_und_Umwelt_der_Bibel]`_`f.`* Stuttgart 4/2002, S. 57.
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`:cite-note-12`!12.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-12]`_`f `*The site of the Birthplace of Jesus in Bethlehem (Palestine) removed from the List of World Heritage in Danger.`* UNESCO World Heritage Centre, 2. Juli 2019, abgerufen am 6. Juli 2019 (englisch).
`:cite-note-13`!13.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-13]`_`f Informationen zur mittelalterlichen Orgel
31.70430555555635.207638888889`:coordinates`aKoordinaten: 31° 42′ 15,5″ N, 35° 12′ 27,5″ O
`c`F0af`_`[↑ Back to top`#top]`_`f`a